Nach eMail und eCommerce hat sich nun mit eLearning ein weiteres anglizistisches Kunstwort in unserem Wortschatz niedergelassen. Aber was versteht man eigentlich unter eLearning? Das “e” steht wie auch bei eMail für electronic. Übersetzt heißt eLearning also “elektronisches Lernen”. Also Bildung durch Stromstöße? Nein, so schlimm ist es zum Glück noch nicht!
CBT und WBT
Unter eLearning versteht man das Lernen mit Hilfe von digitalen Medien, also primär mit Computern und dem Internet. Die Lerninhalte sind per Datenträger oder online abrufbar, ebenso kann man anhand von Tests seinen Lernstand überprüfen. Man unterscheidet hier zwischen CBT, was für “computer based training” steht und WBT, welches die Abkürzung für “web based training” ist.
Beim CBT lernt man mit einer Lernsoftware wie zum Beispiel mit einem Vokabeltrainingsprogramm. CBT eignet sich daher hauptsächlich für das Selbststudium ohne Unterstützung durch Tutoren.
Das WBT bietet wesentlich umfangreichere Lernmöglichkeiten. Hier werden die Lerninhalte von einem Internetserver abgerufen. Das Bildungsinstitut, welches die webbasierten Seminare offeriert, bietet per eMail, Chat oder sogar Online-Videokonferenzen den Lernenden die Möglichkeit, mit den Dozenten zu kommunizieren. Auch die Aufzeichnung und Abrufbarkeit über Podcast bietet völlig neue Möglichkeiten.
Viele Universitäten bieten bereits ganze Studiengänge als Online-Studium über das Internet an.
Bildungsform der Zukunft?
Sicherlich bietet eLearning eine Reihe von Vorteilen. Der Lernende ist zeitlich ungebundener, kann also lernen, wann und wie viel er möchte. Zudem spart man Zeit und Geld, da man zu Hause lernt und sich die Fahrt zur Bildungsstätte sparen kann. Bachelor Management zählt zu diesen neuartigen eLearning-Formen.
Dennoch kann eLearning in vielerlei Hinsicht nicht die Qualität eines Präsenzstudiums erreichen. Durch die Anonymität und den deutlich geringeren Kontakt zu Dozenten und Studienkollegen kommen sowohl die Pädagogik als die Sozialkontakte zu kurz. Zudem festigt sich theoretisch angeeignetes Wissen durch persönliche Gespräche und Diskussionen erheblich besser. Nicht zuletzt muss der Lernende beim eLearning ein großes Maß an Selbstlernkompetenz und Selbstdisziplin besitzen, um die Bildungsinhalte auch in einem ausreichenden Umfang aufnehmen zu können.
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