Sprachgesteuertes Fernsehen

Apple TV

Noch mehr Geräte, mit denen wir auf verbaler Ebene kommunizieren werden? Jetzt bleibt nicht mehr nur unser iPhone verschont, sondern auch unser Fernseher. Mit dem Hybrid-Fernsehen Apple TV ist der erste Stein Apples ja schon mal gelegt. Mit diesem Gerät kann man seinen guten alten Ferner mit dem Internet verbinden und im Netz surfen, auf Video-on-Demand Anbieter oder Mediatheken zugreifen, und bisher auch mit seinem iPhone oder iPad steuerbar, als Fernbedienung. Das wird sich ja dann in Zukunft erübrigen. Und da der Apfel nicht weit vom Stamm fällt, soll die Steuerung in Zukunft Siri übernehmen. Ja, die Siri, unsere Siri.

 

Da Siri nur mit Internetverbindung funktioniert, ist dieses Programm weltweit miteinander vernetzt. Die Spielereien und das ständige Benutzen der kleinen Hosentaschengehilfin sorgt also dafür, dass sie immer mehr lernt und sich ständig verbessert, was das Verstehen der Benutzer angeht. Und das soll alles nur Mittel zum Zweck gewesen sein? Doch nicht einzig und allein für unseren ständigen Begleiter iPhone, sondern nur der Testlauf für das eigentliche Projekt des ehemaligen Apple-Häuptlings? Erschütternd. Und was soll das eigentlich? Einen Fernsehen mit Sprache steuern? Und das ist noch nicht alles: Ebenso, wie die Gesten-Steuerung bei den Touchscreens der Apple-Geräte und auf dem Magic Trackpad treu unsere Befehle ausführte, soll das demnächst auch unser TV, verbunden mit Apple TV können.

 

Doch wie sieht eine Zukunft mit sprach- und Gesten-gesteuerten TVs aus? Sich mit – man möchte es kaum aussprechen – „leblosen“ Geräten zu unterhalten ist seit Siri nichts Neues mehr. Und auch das Herumhampeln vor dem Bildschirm kennen wir schon – durch die Wii oder Kinect – das wird uns also weniger Schwierigkeiten bereiten. Und nun aufgepasst: Dieses ganze Sprach- und Gesten-Gedöns hat Vorteile! Denn erstens kommt man dabei ein bisschen in Bewegung, anstatt bloß den Finger schlaff auf die Tasten der Fernbedienung fallen zu lassen. Und zweitens lässt uns Siris Intelligenz auf einen großen Fortschritt hoffen: Nämlich die Besserung der Jugendsprache. Nachdem die SMS unser Sprachvermögen auf 160 Zeichen beschränkt und zu absurden Abkürzungen oder gleich ganzen Weglassungen gezwungen hatte, sollte die Sprachsteuerung eine Revolution bedeuten. Den Siri versteht ganze Sätze und zum Glück bis jetzt nur bedingt Umgangssprache. Bleibt zu hoffen, dass Siri niemals „lol“, „omg“ und „rofl“ verstehen wird.

 

Bildquelle: John Pastor/ flickr.com

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