Sind Termingeldanlagen sinnvoll oder vielleicht doch nicht?
Tagesgeld ist jederzeit ohne vorherige Kündigung verfügbar, also täglich verfügbar, Termingeld bewegt sich überwiegend in einer Laufzeitbandbreite von 1 – 12 Monaten (auch längere Laufzeiten sind möglich). Innerhalb dieser Laufzeiten ist das Geld festgelegt, also nicht verfügbar.
Wann sollte man welche Variante wählen?
Nun, zum einen sollte man die Frage zur Verfügbarkeit übersehen können.
Der nächste Aspekt wäre dann die Rendite, die Zinserwartung: Wenn ich meinen Anlagebetrag der Bank für feste Zeiträume zur Verfügung stelle, sollte die Verzinsung auch höher sein als eine Tagesgeldverzinsung. Im Prinzip sollte also gelten: Je länger die Laufzeit, desto höher die Verzinsung.
Was zeigen die derzeitigen Zinsmärkte und Angebote der Kreditinstitute hierzu?
Die Geldmarktsätze, zu denen die Banken untereinander handeln, liegen beim Tagesgeld zwischen 0,3 – 0,5 %, beim Festgeld 1-12 Monate zwischen 0,5 – 1,4 %. Die Kundensätze müßten unterhalb dieser Werte liegen, wenn die Bank einen Überschuß erzielen will.
Tatsächlich sieht die Wirklichkeit für die Anleger anders aus: die Banken sind aus Marketing- und Liquiditätsgesichtspunkten an möglichst hohen Anlagen interessiert und bieten Sätze z.T. “oberhalb des Marktes”. Insbesondere Direktbanken (Onlinebanking) zahlen für Tagesgeld momentan zwischen 1,5 – 2,0 %. Termingeld wird z.Zt. erheblich unter diesen Sätze verzinst.
Ergo: Anstelle von Termingeld sollte man Tagesgeldanlagen wählen, zumal das allgemeine Zinsniveau extrem niedrig ist und im Zuge einer sich verbessernden Konjunktur auch die Zinsen steigen werden. Beim Tagesgeld würde man ziemlich unmittelbar an Zinssteigerungen partizipieren, beim Termingeld müßte man den Ablauf der Anlagefrist zunächst abwarten.
http://www.ftd.de/boersen_maerkte/aktien/:Geldanlage-Geld-sicher-und-g%FCnstig-parken/451314.html

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